Welche Rolle spielt der soziale Mix, das soziale Umfeld, für die Preisfindung und den Werterhalt einer Immobilie?
Die Frage nach der Rolle des sozialen Umfelds für die Preisfindung und den Werterhalt einer Immobilie läuft letzten Endes auf die gute alte Gretchenfrage nach der Lage hinaus. Natürlich ist und bleibt sie einer der entscheidenden Faktoren. Wichtig ist dabei aber längst nicht nur die sogenannte Makrolage, also Region, Stadt oder Stadtteil. Mindestens genauso wichtig ist die Mikrolage des Objektes, also der Charakter der näheren Umgebung, Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsmöglichkeiten oder Lärmbelastung. Und damit nicht genug: Am stärksten wahrgenommen wird oftmals der Mikrokosmos innerhalb der Immobilie. Er ist damit ein maßgeblicher Faktor für die Preisfindung und den Werterhalt. Eine größere Rolle als das soziale Umfeld im Viertel spielen damit in der Tat die einzelnen Bewohner des Hauses. Sie sind ausschlaggebend für das Escheinungsbild einer Immobilie. Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich auch die Qualität der Hausverwaltung. Sie entscheidet über Zustand, Ordnung und Sauberkeit. So kommt es häufig dazu, dass gerade in augenscheinlich weniger attraktiven Lagen gute bis sehr gute Kapitalanlageimmobilien erworben werden können. Die etwas geringeren Mieteinnahmen werden durch den deutlich niedrigeren Kaufpreis und die oftmals höheren Renditen als in 1A-Toplagen mehr als kompensiert. Doch Vorsicht: Ein höherer Zins bringt unweigerlich auch ein höheres Risiko mit sich. Käufer sind daher gut beraten, sorgfältig zu prüfen, abzuwägen und sich einen erfahrenen Immobilienexperten an die Seite zu holen.