Immo-Expertenfrage: Worauf kommt es bei der Baufinanzierung „Generation 50 Plus“ an?
In der Tat: Immer mehr „Best Ager“ werden zu Bauherren. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Viele Arbeitnehmer müssen heute lange beruflich mobil bleiben und können erst am Ende ihrer Karriere sesshaft werden. Andere haben erst spät eine Familie gegründet und den Traum vom Nestbau immer wieder verschoben. Zudem sind in den letzten Jahren vor der Rente das Einkommen und die Eigenkapitalquote in der Regel besonders hoch. Längst folgen deshalb auch die Kreditinstitute – bis vor kurzem noch sehr zurückhaltend bei der Vergabe von Baufinanzierungen an „ältere Semester“ - diesem Trend. Im Sinne eines sorgen- und schuldenfreien Ruhestandes sollten sich jedoch auch Kreditnehmer jenseits der 50 zum Ziel setzen, die Finanzierung bis zur Rente zu beenden oder aber wenigstens einen Großteil des Darlehens getilgt zu haben. Das heißt: In den Anfangsjahren und der noch aktiven Berufszeit fällt die Hauptlast an, in der Rentenphase leistet der Kreditnehmer keine oder geringere Zahlungen. Zudem sollte der Tarif Sondertilgungen ermöglichen und auch eine längere Zinsbindung, am besten über die gesamte Laufzeit, ist empfehlenswert. Und: Falls die Finanzierung noch in die Rentenzeit fällt, ist die korrekte Ermittlung der Rentenhöhe unerlässlich, damit der Eigentümer später keine bösen Überraschungen erlebt.